Religionspädagogisches Institut

Die Entstehungsgeschichte des RPI

Schon seit dem Youth-Minstry-Seminar der Euro-Afrika Division der Siebenten-Tags-Adventisten im Jahr 1993 steht fest, dass die sog. "Kindersabbatschullektionen" für den Gottesdienst der 12- bis 15-Jährigen neu erarbeitet werden müssen. Dennoch dauert es bis Mai 1998, bis eine vorläufige Projektgruppe, bestehend aus Vertretern der Deutschschweizerischen Vereinigung (DSV) und den Jugendsekretären des Nord- und Süddeutschen Verbandes (NDV und SDV), gebildet werden kann. Die Initiative dazu ergreift die DSV, die sich bereits ein Jahr zuvor für die Gründung eines ständigen katechetischen Arbeitskreises für Religionsunterricht und Kindersabbatschule (Kindergottesdienst) für den deutschsprachigen Raum einsetzt und zusätzlich Max Brodbeck beauftragt, neues Religionsunterrichtsmaterial zu erstellen.

Während zahlreicher Treffen der Projektgruppe zwischen 1998 und 2000 werden die Schwerpunkte auf die Erstellung von neuem Material für den Religionsunterricht (RU) und die Kindersabbatschule (Kindergottesdienst) sowie die Ausbildung der in diesem Bereichen Mitarbeitenden festgelegt. Das RPI wird offiziell am 24.03.1999 in Darmstadt gegründet. Arbeitskreise werden gebildet, eine Umfrage zur RU-Situation bei Pastoren durchgeführt, das RPI-Ausbildungskonzept erarbeitet und Teilzeitstellen bewilligt. Ulrike Müller, Detlef Schildt und Gudrun Gattmann werden angestellt und mit der Erarbeitung von Material für den Gottesdienst der 12- bis 15-Jährigen beauftragt. Im Frühjahr 2001 beginnt die RPI-Ausbildung in der Schweiz, im Herbst 2001 im Süddeutschen Verband und ein Jahr später im Norddeutschen Verband. Sie findet großen Anklang in den Gemeinden und die Anzahl an Teilnehmern kann kaum aufgefangen werden. Im Oktober 2002 ist das erste Viertel des 4-Jahres-Zyklusses der neuen Bibelhefte für Teenager ("4you") fertiggestellt und erscheint zum 1. Januar 2003 in den Gemeinden.

Die Erstellung von neuem RU-Material geht nur schleppend voran. Eine erste Fassung des RU-Themenplans wird erstellt, es mangelt jedoch an Personal für die Erarbeitung der Unterrichtseinheiten. Auf Grund dieser Personalsituation müssen Prioritäten gesetzt werden:

1. Ausbildung der Mitarbeitenden in Kindergottesdienst und Religionsunterricht.
2. Neuerstellung des Gottesdienstmaterials für 8- bis 11-Jährige.
3. Erarbeitung des RU-Themenplans und des RU-Materials.

Die Schwerpunkte richten sich nach dem Grundsatz: "Ein gut ausgebildeter Lehrer kann mit schlechtem Material besseren Unterricht gestalten als ein schlecht ausgebildeter Lehrer mit gutem Material."

Nun wird parallel zur Entwicklung eines RU-Themenplans die Erarbeitung von neuem Gottesdienstmaterial für die Altersgruppe der 8- bis 11-Jährigen in Angriff genommen. Die "Schatzkiste" entsteht als 4-Jahres-Zyklus und erscheint zum 4. Quartal 2007 in den Gemeinden.

Durch die Schaffung einer Vollzeitstelle für einen RPI-Leiter ab September 2008 nimmt auch die Erarbeitung des RU-Materials Fahrt auf. "relimaXx - Impulse für dein Leben." entsteht mit einem 70 Themen umfassenden Curriculum und erscheint mit einem ersten von drei geplanten Ordnern im September 2010.

Parallel wird ein RPI-Elterntraining konzipiert, das als zwei Wochenenden umfassendes Seminar im Februar 2010 zum ersten Mal in Freudenstadt (SDV) und im September 2010 in Mühlenrahmede (NDV) angeboten wird.

Darüberhinaus arbeitet das RPI seit April 2009 im Auftrag der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten (STA) an der Übertragung des in den USA entwickelten K.I.D.-Materials. Derzeit entsteht in Kooperation mit der Österreichischen Union der STA eine deutschsprachigen Ausgabe der beiden K.I.D.-Seminare "Fußspuren für Eltern und Mentoren" sowie "Fußspuren für Kinder".

Seit Januar 2012 erscheint "echtzeit – Impulse für authentisches Christsein." Anregungen für das gottesdienstliche Bibelgespräch für Jugendliche und junge Erwachsene, die auf dem "Studienheft zur Bibel" für Erwachsene basieren.

Die neueste Herausforderung besteht in der Erstellung von Material für den Kindergottesdienst der 2- bis 4-Jährigen, an dem bereits fleissig gearbeitet wird.